A cappella Chor Villach
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Geistliches Chorkonzert 20. April 2002, 20:00
Stadthauptpfarrkirche St. Jakob, Villach

Programmnotizen

Mit einer Vielfalt an Klängen wird der A cappella Chor Villach am 20. April den prachtvollen sakralen Raum der Jakobskirche in Villach füllen.

Doppelchörige a-cappella Werke von Samuel Scheidt (1587-1654) und Johann Sebastian Bach (1685-1750) sind repräsentative Beispiele barocker Klangfülle. Ergänzt wird diese Epoche durch „Drei biblische Szenen“ für Soloquartett, gemischten Chor, Streicher und Orgel von Heinrich Schütz (1585-1672), der mit diesen Evangelienvertonungen den konzertierenden Stil jener Zeit vorstellt.

Anton Bruckners vierstimmiges „Ave Maria“ und die selten zu hörende Motette „Virga Jesse“ werden in diesem Chorkonzert als Beispiele unerschütterlicher religiöser Überzeugung des Florianer Orgelvirtuosen aus der Romantik erklingen.

Ein gefeierter Meister des Orgelspiels war auch der 1902 geborene französische Komponist Maurice Duruflé. Mit 1960 entstandenen „Quatre motets“ geht er einen eigenständigen Weg zeitgemäßer Kirchenmusik, in der die Rückbesinnung auf die Zeit der Gregorianik nicht zu überhören ist.

An den Schluss des ersten Teils setzt der ACCV die nach den Klageliedern des Jeremia vertonte siebenstimmige Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger (1889-1971).
Als Kantor an der kirchenmusikalisch ruhmreichen Kreuzkirche in Dresden hat er die Zerstörung der sächsischen Metropole in der Endphase des Zweiten Weltkrieges leidvoll mit- und überlebt und dieses Trauma in einem bewegenden „Requiem“, dem dieser Chorsatz entnommen ist, für die Nachwelt dokumentiert.

Der zweite Teil des „Geistlichen Konzerts“ ist umfangreicheren Werken von Cesar Bresgen (1913-1988) und Leos Janácek vorbehalten.

Bresgens „Deutsche Totenmesse“ entstand Anfang der SiebzigerJahre nach Psalmtexten und Gedichten von Huub Oosterhuis. Die von der Orgel begleiteten homophon angelegten Chorsätze werden durch harmonisch frei gestaltete instrumentale Zwischenspiele großflächig gegliedert und abgeschlossen.

Das „Vater unser“ des Brünner Komponisten Leos Janácek (1854-1928) entstand zur Jahrhundertwende und verbindet die nationalromantische Tonsprache des 19. Jahrhunderts mit einem persönlich formulierten Ausblick in die Moderne, wobei dem Zusammenklang von Musik und Sprachmelodie besondere Aufmerksamkeit zukommt.
Das chorisch anspruchsvolle Werk erhält aus dem Wechselgesang mit dem Tenorsolo (Norbert Ernst) und den konzertierenden Instrumentalparts von Harfe (Ulrike Mattanovich) und Orgel (Robert Wernig) mitreißende Wirkung.

Text: Prof. Helmut Wulz


Programm

I.

Cesar BRESGEN
(1913 – 1988)
Deutsche Totenmesse
Für vierstimmig gemischten Chor und Orgel
Leos JANÁCEK
(1854 – 1928)
Vater unser
Für Tenor Solo, vierstimmig gemischten Chor Harfe und konzertante Orgel

II.

Lajos BÁRDOS
(1899 – 1986)
Cantemus, quia cantare bonum est
Samuel SCHEIDT
(1587 – 1654)
Sende dein Licht und deine Wahrheit
Motette für zwei vierstimmig gemischte Chöre
Johann Sebastian BACH
(1685 – 1750)
Wie sich ein Vater erbarmet
Choralfiguration aus der Motette: „Singet dem Herrn ein neues Lied“
Heinrich SCHÜTZ
(1585– 1672)
Drei biblische Szenen
Für Soloquartett, gem. Chor, Streicherensemble und Orgel
1. Pharisäer und Zöllner
2. Osterdialog
3. Der zwölfjährige Jesus im Tempel
Anton BRUCKNER
(1824 – 1896)
Ave Maria
Motette für siebenstimmig gemischten Chor
Virga Jesse
Motette für vier-bis sechsstimmig gemischten Chor
Maurice DURUFLÉ
(1902 - )
Ubi caritas
Für vierstimmig gemischten Chor
Rudolf MAUERSBERGER
(1889 – 1971)
Wie liegt die Stadt so wüst
Klagelieder Jeremiae
Motette für vier- bis siebenstimmig gemischten Chor

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